Kreisimkerfahrt

Studienfahrt 2015

 

 

 

 

Auf den Spuren Karls des Großen

Studienfahrt der Rheiner Imker in die Kaiserstadt Aachen vom 28.-31.08.2014

 

Karl der Große war eine der herausragenden Gestalten der europäischen Geschichte. Mit dem Bau der imposanten Pfalzanlage, dem heutigen historischen Altstadtkern Aachens, realisierte er seinen Traum eines „neuen Roms“ in dieser Stadt. 1200 Jahre nach seinem Tod feiert die Kaiserstadt mit einem außergewöhnlichen Ausstellungsprojekt „Macht Kunst Schätze“ das Karlsjahr.

Der Aachener Dom, eines der besterhaltenen Baudenkmäler der Karolingerzeit, UNESCO-Weltkulturerbe und Wahrzeichen der Stadt, war für die Rheiner Imker Ausgangspunkt einer Stadtführung auf den Spuren Karls des Großen. Die Gäste waren beeindruckt von der Meisterleistung gotischer Baukunst. Die einstige Pfalzkapelle Karls besticht durch ihre wunderschöne Mosaik- und Marmorausstattung. Mit der Domschatzkammer beherbergt er einen der bedeutendsten Kirchenschätze Europas. In einer einzigartigen Sammlung von Kostbarkeiten aus der Geschichte des Aachener Doms konnten die Besucher die goldenen Schätze wie den Karlsschrein, den Barbarossaleuchter, die Kanzel oder die Büste Karls und den Reliquienschrein bewundern.

Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der historischen Kaiserstadt gehört auch das gotische Aachener Rathaus. Es ist neben dem Dom das markanteste Bauwerk in der malerischen Altstadt. Hier fanden jahrhundertelang die Festmähler der Krönungen römisch-deutscher Könige statt.

Am zweiten Tag stand eine Rundfahrt durch den Nationalpark Eifel auf dem Programm. Die Imker besuchten zunächst das rheinland-pfälzische Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Mayen. Schwerpunkte der Institutsarbeit wie Honigqualitätsanalyse, Diagnose von Bienenkrankheiten, Zuchtauslese oder Monitoring wurden den Gästen ausführlich vorgestellt. Der Bienengarten bot viele Anregungen für die Gestaltung eines insektenfreundlichen Hausgartens.

Ein weiteres Ziel war die Tuchmacherstadt Monschau. Mit der Stadtbahn fuhren die Gäste durch verwinkelte Gassen vorbei an mittelalterlichen Fachwerkfassaden durch die historische Altstadt hinauf zur Burg. Von hier hatte man einen schönen Panoramablick über die Stadt im Tal der Rur. Besuchswert ist auch die historische Senfmühle. Liebhaber und Genießer der scharfen Körnchen konnten im Senflädchen unter zahlreichen Sorten ihren Lieblingssenf aussuchen.

Ein weiterer Reisetag führte die Gruppe in das benachbarte Maastricht, die älteste Stadt der Niederlande. Maastricht ist eine Stadt mit internationaler Prägung, eine historische und zugleich übersichtlich lebendige Stadt, bekannt durch die Verträge über die EU. Auf einer Stadtführung wurden den Besuchern eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Unverzichtbar war ein Besuch der „schönsten Buchhandlung der Welt“. Auch wenn man kein Bücherwurm ist, die Buchhandlung „Polare Maastricht“ in der 700 Jahre alten Dominikanerkirche mit den alten Malereien und dem märchenhaften Licht der gotischen Fenster war sehenswert.

Reisegruppe vor dem Geldbrunnen am Ende des Elisengartens in der Kaiserstadt Aachen


Imker im Bienengarten des Fachzentrums für Bienen und Imkerei in Mayen


 

Imker erkunden Obstparadies an der Elbe

Fahrt des Kreisimkervereins nach Nordfriesland 2013

 

„Moin, moin und herzlich willkommen im Alten Land, dem Obstparadies am Elbestrom“, so wurden die Kreisimker im Obstbauzentrum Jork auf der ersten Station ihrer mehrtägigen Fahrt nach Nordfriesland begrüßt. Das Alte Land an der Niederelbe ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. Seit über 600 Jahren werden hier Kirschen, Zwetschen, Birnen und vor allem Äpfel in ca. 1.000 Obstbaubetrieben angebaut. Umgeben von Elstar, Jonagold, Hosteiner Cox und Braeburn diskutierten die Gäste mit dem Referenten, selbst Hobbyimker, über die ökologische Bedeutung der Honigbienen und Probleme des Pflanzenschutzes im integrierten und ökologischen Obstbau.

Ziel der Reise war die Storm-Stadt Husum, das städtische Zentrum Nordfrieslands. Der Dichter Theodor Storm verewigte seine geliebte „graue Stadt am Meer“ einst literarisch und seine Werke wie „Der Schimmelreiter“ wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. „Husum ist eigentlich ein Kind der Sturmflut“, erklärte der Reiseleiter seinen Gästen. Als 1362 die „Grote Mandränke“ große Teile der Küste überflutete, erlangte die unbedeutende Siedlung über Nacht Zugang zum Meer und entwickelte sich zu einer lebendigen Hafenstadt an der Nordsee.

Husum ist das Tor zur nordfriesischen Insel- und Halligwelt. Im Reisebus mit dem Sylt-Shuttle über den Hindenburgdamm auf Deutschlands nördlichste Insel chauffiert, erwartete die Besucher eine vielseitige Inselwelt. Raue Nordseebrandung und feiner Sandstrand an der Westküste, blühende Heide und weites Wattenmeer im Osten, hohe Wanderdünen und reetgedeckte Friesenhäuser sowie lebendige und mondäne Orte beeindruckten die Gäste. Nirgendwo kommen Austern frischer auf den Tisch als in List. Dieses schmackhafte Schalentier beim Besuch einer Austernzucht zu schlürfen, war schon etwas Besonderes.

Ein weiteres Reiseziel war die Hallig Hooge im Weltnaturerbe Wattenmeer, welche die Imker nach der Fährüberfahrt mit der Pferdekutsche erkundeten. Im Sturmflutkino bekamen die Besucher einen Eindruck von „Landunter“. Bei Sturmflut versinkt die Hallig vollständig im Meer, nur die aufgeschütteten Warften mit ihren Häusern ragen aus dem Wasser.

Eine Oase für Kunstfreunde ist das Nolde-Museum in Seebüll. Die Imker ließen sich faszinieren von den leuchtend farbigen Bildern wie kleinformatigen Aquarellen des Expressionisten Emil Nolde. Der von dem Künstler persönlich entworfene Nolde-Garten zeigte sich als prachtvolle Bienenweide.

Mit dem Besuch der Landesgartenschau in Norderstedt endete eine erlebnisreiche Imkerfahrt.

Rheiner Imker vor dem Schloss in Husum

Klaus Günnigmann