Sonstiges

 

"Das Geld ist gut angelegt"

 

Regierungspräsident Reinhard Klenke besuchte das Imkerzentrum am Heimathaus Hovesaat

 

Prominenten Besuch hatte der Imkerverein Rheine und Umgebung. Auf seiner Sommertour durch den Kreis Steinfurt stattete RP Prof. Dr. Reinhard Klenke dem Imkerzentrum am Heimathaus Hovesaat am 07. Oktober 2015 seinen Besuch ab. Hintergrund der Fahrt war, jene Projekte in der Region einmal genauer in Augenschein zu nehmen, die vom LEADER-Programm der EU profitiert haben. Vor Ort bekomme man einen völlig anderen Eindruck von den oft kleinen, aber hoch effizienten Projekten, lobte Klenke das Engagement für das nach Rind und Schwein drittwichtigste Nutztier. Auch wenn es nur eine Art Stippvisite war, so entspann sich doch binnen kurzer Zeit ein spannender Dialog zwischen den Imkern und RP Klenke. Völlig fasziniert ließ er sich die Lebensweise der umtriebigen Insekten erläutern und am Lehrbienenstand sogleich auch praktisch vorführen.

 

Der Imkerverein habe es sich zur Aufgabe gemacht, zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts in möglichst naturnaher Landschaft die Imkerei und die Bienenzucht zu fördern, stellte Projektleiter Klaus Günnigmann das primäre Vereinsanliegen vor. Es gehe vor allem darum, das Wissen über die Bedeutung der Imkerei für die heimische Natur- und Landschaftspflege zu vermitteln und zu vertiefen. Mit den Fördergeldern für seine Schulungs- und Öffentlichkeitsarbeit wurde von den Imkern ein neuer Seminarraum möbliert und der Bienenstand mit Lehrmitteln ausgestattet.

 

Der Schulungsraum diene zugleich als außerschulischer Lernort. Bei der Umwelterziehung und Umweltbildung gehe es darum, das selbstentdeckende Lernen zu fördern, erläuterte Günnigmann. Die Imkerei stehe vor großen Herausforderungen, unterfütterten die Vereinskollegen Günnigmanns Vortrag mit Details und binnen kurzer Zeit entwickelte sich dank des großen Interesses von RP Klenke ein spannender Dialog. Es ging auch darum, wie viele Bienen wieviel Honig produzieren und welche Strecke sie dafür zurücklegen müssen. Rein rechnerisch muss eine Biene für ein Glas Honig dreimal um die Erde fliegen. Gut für den Menschen, dass Bienen perfekte Teamarbeiter sind und die Honigproduktion gemeinsam stemmen.  

 

Begleitet wurde RP Klenke vom stellvertretenden Landrat des Kreises Steinfurt, Bernhard Hembrock, von Frank Nießen und Ute Klein aus dem Dezernat für Ländliche Entwicklung der Bezirksregierung Münster und Anke Biehl vom Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt. „Projekte, die durch das LEADER-Programm gefördert wurden, wirken in die Zukunft“, sagte Klenke. „Sie sind Ausdruck von Bodenständigkeit und Augenmaß. Das Geld ist gut angelegt.“ Es gehe nicht immer darum, „die Welt zu retten“, sondern um das gelungene und sinnvolle Engagement einzelner zum Wohle aller.

 

 

RP Klenke

 

 

 

 

 

Kerzenstand bereichert den Weihnachtsmarkt 2014

 

Unterschiedliche Kerzen, von Hand gedreht oder gegossen, eine Vielzahl von Bienenwachsfiguren sowie Honig und andere Imkereiprodukte boten Ludger und Martina Beckmann mit einem sehr ansprechenden Stand des Imkervereins auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt an. Da ließ es sich auch der Nikolaus mit Knecht Ruprecht und den begleitenden Engeln nicht nehmen, trotz Regenwetters dem Weihnachtsstand einen Besuch abzustatten. Gerne standen die Beckmanns auch einem Fernsehteam für ein Interview zur Verfügung. 

 

Treffen der Jungimker
Regelmäßig treffen sich die Jungimker am vierten Freitag im Monat im Imkerzentrum, um sich unter der fachkundigen Anleitung von Alfons Kamp über erste Erfahrungen in der Bienenhaltung auszutauschen. Im November stand das Arbeiten mit Bienenwachs auf dem Programm. Kerzen für den eigenen Bedarf und auch die Weihnachtsfeier wurden gegossen und gedreht.

 

Bienenschwarm im Strohstülper

 

Die Imker staunten nicht schlecht, als bei den morgendlichen Vorbereitungen zum Imkerfest „Rund um die Biene“ am Imkerzentrum am Heimathaus Hovesaat Ende Juni ein Bienenschwarm auf den Lehrbienenstand zugeflogen kam. Schnell wurde ihm ein Strohstülper als neues Zuhause angeboten, den die Immen gerne annahmen. Dank der Pflege von Ludger Beckmann wurde die neue Bienenwohnung vollständig ausgebaut und war den ganzen Sommer über das Highlight für jeden Besucher am Lehrbienenstand.

 

Treffen der Landeszüchter beim IV Rheine

Ganz gleich ob Genießer, Landwirt, Obstbauer oder Mutter Natur, für alle sind Honigbienen wichtig. Und das nicht nur, weil sie wertvollen Honig liefern. Als bedeutende Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen sind Honigbienen unersetzlich und ein wesentliches Bindeglied in vielen natürlichen Lebensgemeinschaften. Reiche Ernten und üppiges Wachstum sind in vielen Kulturen nur dort möglich, wo die fleißigen Insekten unterwegs sind. Sie tragen außerdem zur Artenvielfalt in der Natur und zur Sicherung der Nahrungsgrundlage auch für verschiedene Tierarten bei. Rund 85% der landwirtschaftlichen Erträge in Deutschland sind von der Bestäubung der geflügelten Helfer abhängig. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung der Bienen liegt bei rund 2 Milliarden Euro jährlich. Honigbienen sind nach Rind und Schwein das drittwichtigste landwirtschaftliche Nutztier. Entscheidend für die Entwicklung ertragreicher Bienenvölker ist ihre Königin. Sie legt bis zu 2000 Eier pro Tag, aus denen sich dann neben den Drohnen viele fleißige Arbeiterinnen als spätere Sammlerinnen des süßen Nektars entwickeln. Das Züchten leistungsstarker Königinnen ist heute ein wichtiges Ziel aller Imker.
So hatte der Imkerverein Rheine im Rahmen des Imkerlehrgangs "Königinnenzucht und Leistungsprüfung" die Züchter des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker zu einem Schulungstag auf die Hofanlage Heimathaus Hovesaat eingeladen. Eine Vielzahl von ImkerInnen aus dem gesamten Landesverband war dem erfahrenen Kollegen Viktor Pöhlitz, anerkannter Bienenzüchter beim Deutschen Imkerbund, auf dessen Bienenstände "Haverforths Wiesen" und "Wilder Garten" zur Schulung und einem intensiven Erfahrungsaustausch gefolgt. Gemeinsam beurteilte man vor Ort die Entwicklung der Bienenvölker für die Königinnenzucht. Stockkarten gaben Auskunft über die Leistungsfähigkeit der Völker wie Sanftmütigkeit, Brutgeschehen, Schwarmneigung oder Honigertrag. Von den Teilnehmern wurden mit ruhiger Hand und gutem Auge eine Vielzahl kleiner Maden umgelarvt in der Hoffnung, dass sich kräftige Jungköniginnen daraus entwickeln und leistungsstarke Bienenvölker mit gutem Honigertrag heranwachsen.
Am Nachmittag stand die Besichtigung des neuen Schulungszentrums der Imker und des Imkereimuseums am Heimathaus auf dem Programm.


Die Landeszüchter der Imker als Gäste des IV Rheine vor dem Backhaus am Heimathaus Hovesaat.

Rosa Bröskamp jüngste ausgebildete Imkerin im Imkerverein

Die Rheiner Imker freuen sich über die mit Abstand jüngste ausgebildete Imkerin in ihren Reihen. Der Landesverband Westfälisch-Lippischer Imker bescheinigte der erst neunjährigen Rosa Bröskamp mit einer Urkunde die besonders erfolgreiche Teilnahme an der imkerlichen Grundschulung und an einem Honiglehrgang. Gleichzeitig wurde ihr das Zertifikat „Qualitätsanforderungen für den deutschen Honig“ vom Deutschen Imkerbund als Fachkundenachweis verliehen. Darauf ist Rosa besonders stolz, sie darf ihren selbst geernteten Honig mit dem Gütesiegel als reinen Imkerhonig verkaufen.
Fasziniert hatten Rosa die fleißigen und nützlichen Insekten schon seit längerem. Sie hatte mit ihrer Familie Sommerferien auf einer Almhütte in Östereich verbracht. In unmittelbarer Nachbarschaft des Feriendomizils waren mehrere Bienenstöcke aufgestellt. Schnell schloss man Freundschaft mit dem Imker und seinen fleißigen Honigsammlerinnen. Rosas Begeisterung war groß, durfte sie dem Imker bei der Arbeit an seinen Bienenvölkern auch mithelfen. Ein Besuch mit der Schulklasse im Imkereimuseum und am Lehrbienenstand des Imkervereins am Heimathaus Hovesaat hatte schließlich ihr Interesse an der Bienenhaltung geweckt. Groß war dann die Freude, als die Jungimkerin im Imkerverein Rheine im letzten Jahr zur Erstkommunion von dem Imkerkollegen Alfons Kamp, der sie imkerlich betreute, ein kleines Bienenvolk geschenkt bekam. Hoch motiviert nahm Rosa Bröskamp mit ihrer Mutter Bärbel in diesem Frühjahr an einer zehntägigen Imkerschulung im Zoo Osnabrück teil, die beide mit der Bestnote abschlossen. Rosa ließ vor einigen Tagen ihren Mentor Alfons Kamp einen Blick in den Honigraum ihres eigenen Bienenstocks werfen mit dem Resultat „nur Speckwaben“, d.h. die Honigtöpfe sind reichlich gefüllt.
Die Rheiner Imker wünschen ihrer jungen Kollegin weiterhin viel Erfolg bei der imkerlichen Arbeit und leistungsstarke Bienenvölker mit großem Honigertrag.

Neujahrsempfang des Imkerverein 2012

DerVorsitzende Herbert Bülter freute sich auf dem Neujahrsempfang des Imkervereins Rheine über die große Zahl geladener Besucher. Neben vielen Vereinsmitgliedern konnte er als Gäste Vertreter des Heimatvereins Rheine, der Kreisimkervereine Steinfurt und Tecklenburg sowie der Ortsvereine Ibbenbüren, Lengerich, Mettingen, Ochtrup, Emsdetten, Greven und Neuenkirchen im Heimathaus Hovesaat begrüßen.
Imkerkollege Pastor Günter Herberg begann die Veranstaltung mit einer kurzen Andacht und "guten Wünschen, die in diesen Zeiten Konjunktur haben". "Sich einen guten Rutsch wünschen ist nicht so zu verstehen, dass man sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, sondern dass man gut durchs neue Jahr kommt!" so Herberg.
Auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr konnte Herbert Bülter zurückblicken. "Die große Anzahl unserer Veranstaltungen, die der Imkerverein im und am Heimathaus Hovesaat durchführte, sind Ausdruck einer gelungenen, ja beispielhaften Zusammenarbeit auch mit dem Heimatverein und dem Hausherren Norbert Groppe.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Neubau des Kreisimker- und Schulungszentrums auf der Hofanlage Hovesaat. Besonderen Dank zollte der Vereinsvorsitzende den vielen ehrenamtlichen Helfern aus dem Imkerverein. Er zeigte sich hoffnungsvoll, nach der Einweihung im Frühjahr erste Schulungen durchführen zu können. Die Bauausschussmitglieder Ludger Beckmann und Alfons Kamp begeisterten die Gäste mit einer tollen Bilddokumentation und einem Kurzfilm über den bisherigen ersten Bauabschnitt.
Der Kreisvorsitzende Klaus Besseling plant in dem neuen Schulungszentrum ab 2013 sowohl ganzjährige Lehrgänge für Neu- und Jungimker als auch Schulungen für Fortgeschrittene mit namhaften Kursleitern durchzuführen. Besseling hofft auch, dass der Pachtvertrag zwischen dem Heimatverein und der Stadt Rheine, der für das Imkerzentrum eine bedeutende Rolle spielt, bald unterzeichnet werden kann.
Zum Abschluss erläuterte Viktor Pöhlitz das diesjährige umfangreiche Programm des Imkervereins, welches auch auf den Internetseiten unter www.imkervereinrheine.de zu finden ist, und erläuterte den Zuhörern die vereinsunabhängige Plattform www.imkernetwork-rheine.de.