Tagesfahrt

Inselköniginnen, die Krönung in der Bienenzucht

Tagesfahrt der Imker auf die Nordseeinsel Norderney

 

Der Imkerverein Rheine und Umgebung hatte bei seinem diesjährigen Tagesausflug die Nordseeinsel Norderney besucht. Neugierig waren die Gäste auf das imkerliche Highlight dieses Ausflugs, die Inselbelegstelle Norderney. In jedem Jahr werden etwa 2.000 Jungköniginnen von Imkern auch aus dem benachbarten Ausland auf der Insel angeliefert, um von ausgewählten Drohnenvölkern begattet zu werden. Die Nordseeinseln sind vom Festland weit genug entfernt, so dass es nicht zu einer Paarung der dort fliegenden männlichen Bienen, den Drohnen, mit den Jungköniginnen auf der Insel kommt. Inselköniginnen sind die Krönung in der Bienenzucht. Sie haben einen hohen Marktwert, da sie aus reinerbigen leistungsstarken Zuchtlinien stammen.
Nach einer kurzen Wanderung durch die reizvolle Dünenlandschaft, vorbei an blühenden Heckenrosen und begleitet vom Geschrei überfliegender Austernfischer erwartete schon der Belegstellenleiter Detlef Ottersbach die Imkerfamilie. Ausführlich erläuterte der Imkermeister seinen Gästen die erfolgreiche aber auch aufwendige Arbeit mit ausgewählten leistungsstarken Drohnenvölkern und seinen Gastköniginnen. Norderney hat als Toleranzbelegstelle eine herausragende Bedeutung in seinen Versuchen, varroatolerante Honigbienen zu züchten.

Begrüßung der Gäste durch den Belegstellenleiter

Imkermeister Detlef Ottersbach stellt den Gästen seine Drohnenvölker vor

 Begattungskästen, großflächig verteilt auf der Belegstelle in den Dünen

Ein Blick in einen Begattungskasten

 

 

 

 

 

 

 

Faszinierender Einblick in die Gartenkultur

Tagesfahrt der Imker ins blühende Ammerland im Mai 2016

Das blühende Ammerland war ein besonderes Erlebnis für die ganze Imkerfamilie. Der Rhododendronbereich des Parks bietet mit seiner zwischen knorrigem alten Baumbestand gelegenen Sammlung von mehr als 2000 Arten und Sorten der Moorbeetpflanzen im Mai und Juni einen unvergesslichen Blütenzauber. „Die eigentlich aus dem Himalaja stammende Pflanze fühlt sich im norddeutschen Ammerland pudelwohl und zeigt ihre Blütenpracht in allen Farben des Regenbogens“, überzeugte der Gästeführer seine Besucher. Mit einem der reichhaltigsten und umfangreichsten Sortimente an Freilandrhododendren auf dem europäischen Kontinent dient der Park mit seinen Erhaltungs- und Vergleichsarten als bedeutende Genbank. Am Nachmittag war der Besuch des im Herzen der Parklandschaft des Ammerlandes gelegenen „Park der Gärten“ ein weiterer Höhepunkt. Diese auf dem Gelände der ersten niedersächsischen Landesgartenschau 2002 weitergeführte  Parkanlage bot den Besuchern einen faszinierenden Einblick in die heutige Gartenkultur. Auf einem geführten Rundgang zwischen farbenprächtigen Staudenkompositionen, seltenen Gehölzsammlungen und einer inspirierenden Gartenarchitektur wurden den Gästen sehenswerte Themengärten, Pflanzensortimente und Lehrpfade vorgestellt. Auf einer Rundfahrt mit der „weißen Flotte“ ging es für die Gäste über das Zwischenahner Meer nach Dreibergen. Den See vor ihrer Haustür nennen die Ammerländer liebevoll „Perle des Ammerlandes“. In einer Aalräucherei standen neben anderen Fischgerichten selbstverständlich auch der Ammerländer Smoortaal auf der Speise-karte. Im Freilichtmuseum „Ammerländer Bauernhaus“, einer harmonisch in die Parklandschaft eingefügten Hofanlage, wird den Besuchern die Ammerländer Geschichte anschaulich näher gebracht. Sehenswert ist das originale Ammerländer Bauernhaus, in welchem die bäuerliche Lebenskultur in der Zeit um 1700 nachgelebt werden kann. Die wunderschöne Ammerländer Parklandschaft lockt viele Gäste nach Bad Zwischenahn und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten rund um das Zwischenahner Meer machen einen Besuch lohnenswert und sehr abwechslungsreich. Im Wonnemonat Mai bringen blühende Rhododendren in Gärten und Parkanlagen die ganze Region zum farbenprächtigen Leuchten. Dieser moderne Kur- und Erholungsort war auch das Ziel der Rheiner Imkerfamilie auf ihrer traditionellen Tagesfahrt im Frühjahr.

 Bad Zwischenahn Tagesfahrt
  Imkergruppe bei einer Führung inmitten des Rhododendronparks

 

 
Einzigartiges Monument

Tagesfahrt der Rheiner Imker zur historischen Festung Bourtange 14.06.2015 

 

Zu einer Tagesfahrt in die ehemalige Festung Bourtange an der deutsch-niederländischen Grenze hatte der Imkerverein Rheine und Umgebung die Imkerfamilie eingeladen. Auf der Hinfahrt stand zunächst ein Besuch des deutsch-niederländischen Bienen-Informationszentrums „Imme Bourtanger Moor“ auf dem Programm. Der gleichnamige Förderverein hat vor den Toren der Stadt Haren eine ehemalige Hofanlage aufwendig restauriert und zu einem viel besuchten Schulungszentrum für Bienenkunde ausgebaut. „Bienen kannten keine Grenzen und jahrhundertelang war neben der Schafhaltung die Imkerei einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in diesem weitläufigen Moorgebiet“, sagte Hermann Hüsers, Vorsitzender des grenzübergreifenden Fördervereins, und ergänzte „ Wir wollen mit der Erweiterung der alten Gebäude zu einem Museum den Besuchern einen Überblick über die Geschichte der Bienenzucht und Imkerei im ehemaligen Bourtanger Moor bieten, von der Vergangenheit bis in die Moderne. Besonders wichtig ist uns dabei der interaktive Aspekt der Führungen.“ Da auch die Rheiner Imker eine vergleichbare Einrichtung am Heimathaus Hovesaat unterhalten, gab es reichlich Gesprächsstoff für einen ergiebigen Erfahrungsaustausch.

 

Weiter führte der Weg zur Festung Bourtange. Sie ist ein unvergleichbares historisches Verteidigungsbauwerk in den grenznahen Niederlanden. Im Mittelalter war das Umfeld der auf einem Sandrücken errichteten Anlage ein ausgedehntes Sumpfgelände, welches seinerzeit die Abwehr der Feinde wegen seiner Unzugänglichkeit erleichterte. Die Festung ist in jeder Hinsicht einmalig. Hinter sternköpfigen, trutzigen Wällen, Bastionen und Wassergräben und geschützt durch Zugbrücken verbirgt sich das romantische Festungsstädtchen Bourtange mit seinem von uralten Linden geprägten Marktplatz. Das heutige Museumsdorf beherbergt typische zeitgenössische Wohnhäuser wie das Haus des Provinzmeisters oder des Brückenwärters. Gewürzhäuser, eine kleine Kirche, die restaurierte Synagoge, verschiedene Mühlen wie auch die Verteidigungsanlagen samt Kanonen und Schießpulverlager vervollständigen das Stadtbild. Diverse Museen, kleine Lädchen und Cafés laden zum Verweilen ein. Die Besucher erlebten auf einem geführten Rundgang das gemütliche Festungsstädtchen in seinen vielseitigen Facetten.  Exerzierende Pikeniere und Musketiere sowie Kanoniere, die Kanonen auf den Wallanlagen luden und zündeten, versetzten die Gäste in die Mitte des 18. Jahrhunderts. Gegenwart und Vergangenheit gehen in diesem grenznahen lohnenden Ausflugsziel Hand in Hand. Der Besuch war ein Erlebnis für die ganze Imkerfamilie.

 

Bild:  Die Rheiner Imkerfamilie an einer Kanonenstellung auf einer Bastion der historischen Festung Bourtange.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tagesfahrt der Imker in das blühende Papenburg am 15.06.2014

 

Zu einer Tagesfahrt hatte der Imkerverein Rheine und Umgebung die Imkerfamilie zur Landesgartenschau in das blühende Papenburg mit seinen idyllischen Kanälen, historischen Schiffen und schmucken Backsteinhäusern eingeladen. Auf der Hinfahrt stand zunächst ein Besuch des Imkereifachbetriebs Jansen vor den Toren der Stadt in Lehe auf dem Programm. Imkermeister und Berufsimker Rudolf Jansen, in Fachkreisen als „Bienen-Rudi“ besser bekannt, gab seinen Gästen einen umfassenden Einblick in seine Bienenhaltung, seine imkerliche Betriebsweise und seine vielseitigen Tätigkeiten weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus. Gerne hätte man noch länger über die fleißigen Immen gefachsimpelt, doch weiter ging es zum „Papenbörger Hus“ in Deutschlands ältester und längster Fehnkolonie Papenburg. Dieses 1820 erbaute und liebevoll restaurierte Gebäude ist das Prunkstück der „Von-Velen-Anlage“. Als Freilichtmuseum lässt es seine Besucher auf eine Zeitreise gehen vom Alltag der ersten Siedler im lebensfeindlichen emsländischen Moor bis zum modernen Schiffsbauer. Hier kann man die Geschichte der Stadt Papenburg und ihrer Menschen vom Torfstecher bis zum Hochseekapitän eindrucksvoll erleben. Im rustikalen Ambiente des Papenbörger Hus genossen die Imker bei einem „Köppken“ Tee den einmaligen Buchweizenpfannkuchen mit Preiselbeeren, das „Arme-Leute-Essen“ der damaligen Zeit. Gestärkt mit dem „Papenbörger Moorwasser“ führte der Weg schließlich zur Landesgartenschau. Unter dem Motto „bunt und bliede“ gingen die Gäste auf „Kreuzfahrt“ mit der „MS Blühende Papenburg“, so heißt jetzt die Parklandschaft mit Kommandobrücke, Reling und zahlreichen Decks im Herzen von Papenburg. Alte Bäume, Wasserflächen, Beete mit Gräsern und blühenden Stauden in den Farben des Meeres, zahlreiche Attraktionen, unter anderem ein Mehrgenerationenspielplatz sind ein Erlebnis für die ganze Familie. Die LaGa erstreckt sich vom Stadtpark vorbei an der Landmarke Meyers Mühle, dem idyllischen Hauptkanal bis hin zur „Landungsbrücke“ mit Gärtnermarkt, großer Veranstaltungsbühne und der Blumenhalle in der Kesselschmiede. Hier wechseln sich das ganze Blütenjahr über zahlreiche Blumenschauen ab. Die Besucher ließen sich in den verschiedenen Gärten der „MS Blühende Papenburg“ verzaubern von dem vielfältigen, blau dominierten Farbenspiel aus Katzenminze, Salbei, Storchenschnabel oder Rittersporn. An diesem Wochenende konnte man in der Kesselschmiede noch in dem betörenden Duft und in der Farbenpracht unterschiedlicher Rosen schwelgen, mit denen königliche Barkassen beladen waren. Das blühende Papenburg war ein besonderes Erlebnis für die ganze Imkerfamilie.

Die Gruppe der Imker vor einem historischen Schiff am Papenbörger Hus.


Besuch des Tierparks Nordhorn

Die Tagesfahrt des Imkervereins Rheine führte diesmal in den Tierpark Nordhorn. Die Rheiner Imker wurden von dem Vorsitzenden des Imkervereins Nordhorn Rainer Drescher am Zooeingang begrüßt. Auf einem kurzen Rundgang durch den neu angelegten Teil des Tierparks stellte Drescher den Besuchern das neue Bisongehege vor. Der imposante und seltene Waldbison ist das Wappentier des Tierparks. Ein großzügiges Gehege bewohnen auch die Schwarzschwanz-Präriehunde, die sich aber aufgrund des ungemütlichen Wetters kaum sehen ließen. Im Bereich des historischen Vechtehofes, einem Schaubauernhof, waren zahlreiche alte und vor allem vom Aussterben bedrohte Haustierrassen zum·Streicheln nahe. Ganz besonders hat sich der Tierpark dabei dem Erhalt der Bunten Bentheimer Landschweine verschrieben. Der Tierpark hält einen Eber und vier Sauen, ein starker Wurf wenige Tage alter Ferkel war ein besonderer Hingucker.
Im Mittelpunkt des Tierparkbesuchs stand das Lehrbienenhaus des Imkervereins Nordhorn. Die Besucher konnten einen ersten Blick in die belegten Bienenbeuten wagen und feststellen, dass die Bienenvölker den Winter bestens überlebt hatten. Hier hatten die Rheiner Imker viel Zeit, über die imkerlichen Einrichtungen und die Bienenhaltung zu fachsimpeln.
Nach einer mittäglichen Stärkung im Tierparkrestaurant und einer Abschlussbesprechung hatten dann die Besucher Gelegenheit, weitere Gehege und Einrichtungen des Tierparks zu besuchen.

Rheiner Imker zu Gast im Westfälisch-Niederländischen Imkermuseum

Die süßeste Sache der Welt in Gegenwart und Vergangenheit

Die unweit der niederländischen Grenze gelegene Glockengießerstadt Gescher ist auch das Zuhause des Westfälisch-Niederländischen Imkereimuseums. Dorthin war die Rheiner Imkerfamilie auf ihrer traditionellen Tagesfahrt ausgeschwärmt, bevor jetzt im Frühjahr die zeitintensive Arbeit an und mit den Bienenvölkern beginnt. Die Besucher waren neugierig auf Wissenswertes und Unbekanntes über die „süßeste Sache der Welt“ in Gegenwart und Vergangenheit, unterhalten doch die Imker am heimischen Heimathaus Hovesaat auch eine eigene Sammlung zur historischen Imkerei.
Beeindruckt waren die Gäste auf dem geführten Rundgang von der umfangreichen Sammlung an Klotzbeuten, Strohstülpern oder Weidenkörben. Auch das alte Handwerk der Bienen- und Weidenkorbflechterei lebte im Museum wieder auf. Den Besuchern wurde anschaulich vorgeführt, wie in den Wintermonaten vergangener Jahrzehnte Bienenkörbe aus Weidenruten oder Stroh hergestellt wurden. Ausgefallene Korbarbeiten wie der heilige Ambrosius, der Schutzpatron der Imker, ein Bannkorb mit heidnischer Tradition aus Schlesien oder ein Bienenkorb mit Brombeerranken waren ausgestellt. Früher war es Tradition, dass die Braut und der Bräutigam besonders ausgestaltete Bienenkörbe zur Hochzeit als Mitgift erhielten.
Verschiedenartige Honigpressen, Honigschleudern und Geräte zur Bienenzucht verdeutlichten die Arbeitsweise der Imker in früherer Zeit.
Die lebenden Bienenvölker in den Schaukästen zählten sicherlich zu den Attraktionen des Museums. Hinter Glas, aber mit der Außenwelt verbunden, bauen tausende Museumsbienen an ihren Waben, produzieren Honig und Wachs oder pflegen die Brut. Wer Glück hatte, konnte die Königin mit ihrem Hofstaat inmitten der fleißigen Arbeitsbienen entdecken.
Am Nachmittag luden das Westfälische Glockenmuseum und das Alte Kutschenmuseum als Einstimmung auf die Frühlingszeit zum Besuch des Kunst- und Ostermarktes ein. Zahlreiche Künstler hatten ihre Werkstätten in die Räume der Museen verlegt, um dort vor den Augen der Besucher ihre Handarbeiten und Präsente anzufertigen und auszustellen. Man konnte neben traditionellem Kunsthandwerk auch moderne und ungewöhnliche Geschenke zur Oster- und Frühlingszeit erwerben oder Anregungen für die Gestaltung von Gestecken und Dekorationen bekommen.